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Leseproben von Beltane 2001 (Ausgabe 1)
Die Kelten - Hintergründe eines rätselhaften Volkes
(Auszug)
... Keltische Emanzipation
Wenn man die Rolle der Frau in anderen altertümlichen Kulturen betrachtet,
so fällt das Bild der keltischen Frau aus dem Rahmen. Im Gegensatz zur
römischen und griechischen Kultur besaß die Weiblichkeit bei den Kelten
einen hohen Stellenwert. Wenn man das Keltentum als Matriarchat ansieht,
so ist dies nur natürlich. Die Frau übernahm im alltäglichen Leben die
Rolle der Göttin. Sie gebar neues Leben. Doch war nicht nur dies entscheidend.
Bei der Verteilung der Rollen innerhalb der Gesellschaft wurde kein Unterschied
zwischen Mann und Frau gemacht. Eine Frau konnte durchaus Herrscherin,
Kriegerin, Handwerkerin und Kauffrau sein. Sie konnte sogar, ähnlich
den Druiden, als Priesterin eine Funktion als Beraterin oder Heilkundige
einnehmen. Die Erziehung der Kinder war sowohl für Knaben als auch für
Mädchen gleich und wurde gemäß den eigenen Fähigkeiten und Anforderungen
der Eltern durchgeführt.
Eine Frau konnte niemals gegen ihren Willen verheiratet
werden, eine Eheschließung wurde zum Besten der Sippe mit Einwilligung
der Braut beschlossen. Im Ehealltag nahm die Frau ihren Platz gemäß ihres
Standes ein. Entstammten beide Ehepartner demselben Stand, so waren sie
vollkommen gleichberechtigt, waren sie unterschiedlicher Abstammung, so
war der jeweils rangniedrigere Partner dem anderen unterlegen, wobei man
hier vermuten darf, daß auch bei einer unstandesgemäßen Ehe die Frau in
der unterlegenen Position deutlich mehr Rechte hatte, als ihre römischen
Geschlechtsgenossinnen. Nach der Romanisierung der keltischen Stämme wurde
die keltische Frau nach und nach auf die Aufgaben des Kindergebärens und
des Haushaltes beschränkt. Nur bei den Inselkelten blieb eine gewisse
Achtung der Weiblichkeit trotz Romanisierung und der späteren Christianisierung
erhalten.
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Druidentum heute
(Auszug)
... "Eine Druidin trachtete auch damals danach, einen so großen Horizont
wie möglich zu besitzen," sagt E.G., die selbst nach der keltischen Ideologie
lebt. Ihren Aussagen zufolge erwarben sich die Druiden und Druidinnen
während einer langjährigen Ausbildung das gesamte damals bekannte Wissen.
"In unseren europäischen Sagen finden wir in vielfacher Form die Saligen
Fräulein, die heiligen Frauen, Druidinnen, die in einer bestimmten Phase
ihrer Ausbildung waren und dem Volk dienten."
Das Wort Druiden steht für
die "Eichenkundigen" oder "Vielwissenden". Sie waren fähig, soweit wie
möglich in die Vergangenheit wie auch in die Zukunft zu sehen und mit
ihren Wahrnehmungen in der Gegenwart zu sein, betont E. Auf diese Weise
erhielte man einen weit gespannten Blick auf viele Wahrheiten und könne
immer mehr von einem "Entweder-Oder-Denken" zu einem "Sowohl-Als-Auch"
gelangen.
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Wie eine Hexe die Welt sieht ...
(Auszug)
... Dieser Artikel beschreibt, wie eine heutige Hexe die Welt betrachten
könnte. Es kann durchaus Menschen geben, die sich Hexe nennen und vieles
davon anders erleben. Oder eben auch Schamanen, Unitarier, Heiden, Druiden
usw. - die Vielfalt an Bezeichnungen ist groß, die sich zwar anders nennen,
aber vieles ähnlich erleben.
Unsere "Hexe" ist der Versuch eines beispielhaften
Querschnitts aus denen, die diese Zeitung mit „Hex & Co.“ meint. Warum
ging unsere Hexe in der Dämmerung zwischen Nacht und Tag spazieren und
warum am Rand zwischen Wald und Feld? Hexen lieben es, sich in Grenzbereichen
zu bewegen: In der Dämmerung, an Waldrändern und eben auch auf den Grenzen
zwischen verschiedenen Realitätsebenen. Sie wissen, daß stets viele Ebenen
der Realität gleichzeitig vorhanden und wirksam sind. Und die Vorliebe
für Grenzen entspricht dem Wunsch, mehrere dieser Ebenen erleben und beeinflussen
zu können.
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