Leseproben Imbolc 2004 (Ausgabe 11)

Die Masken Gottes im Wicca

... Zu Mittwinter wird der Gott und zukünftige Geliebte und Gemahl der Göttin geboren. Er ist das Ergebnis einer magischen Verbindung, ja sogar der seiner selbst mit der Göttin. Wir wissen, dass eine rituelle Empfängnis oft Teil von Mysterienreligionen war. Das Kind war bereits zu Beginn einer speziellen Aufgabe geweiht und wurde für diese Aufgabe während eines Rituals in einer besonderen Nacht gezeugt. Auch das Schicksal des Kindes, dass es eines Tages sterben muss, wurde bereits im Moment der Geburt besiegelt. Aus dieser Vereinigung entsteht das Zwillingsgeschenk der Göttin: Leben und Tod. ...



Gottheiten im Heidentum

... Wir kennen unsere Religionen heute: das fast überall vorherrschende Christentum, das Judentum, den Islam, den Buddhismus, den Hinduismus usw. Doch wird nicht eine Religion vergessen? Ja, das Heidentum! Das Wort „Heidentum“ ist heute mit einem zweifelhaften Ruf beseelt, doch da ich Vorurteile von vornherein aus dem Weg räumen möchte, gehe ich etwas näher auf die Begrifflichkeit „Heide“ ein. Dieses Wort ist schon weitaus älter, als man vielleicht glauben mag. Älter als das Christentum und selbst noch vor dem Mittelalter lebten und agierten verschiedene Völker Europas nach einer Religion, die als „heidnisch“ bezeichnet wurde. ...



Mein Weg zu IHM

... Mit tiefen Atemzügen brachte ich mich in das andere Bewusstsein und öffnete meine Chakren. Ich wollte ihn mit all meinen Sinnen empfangen. Durch meinen imaginären Spiegel ging ich auf die andere Seite und stand auf einer Wiese, wie immer. Ich schaute mich um. Da war ja der Berg, mehr ein grasbewachsener Hügel, eine kleine Anhöhe, auf der sich große Monolithsteine á la Stonehange befanden. Ich sah Gestalten, die um ein Feuer saßen und sich leise unterhielten. Es war dunkel, Nacht, ein Mond ging auf und erhellte die Szenerie. Einen Moment lang war ich erstaunt, bis mir klar wurde, daß ich mich ja in einer anderen Welt befand. ...



Ein Fest-Altar zu Ostara

... Ostara (die Frühlingstagundnachtgleiche), fällt mit dem kalendarischen Frühlingsanfang zusammen. Licht und Wärme nehmen wieder zu, und die Lebenssäfte sprießen überall aus der Erde hinauf ins Licht, dehnen sich aus und brechen sich Bahn durch die dunkle Erdkruste. Dieses Fest ist ein "kleiner Hexensabbat" und wird als Licht- und Fruchtbarkeitsfest zu Ehren der Göttin Ostara gefeiert, ein Fest der erwachenden Erde. Ostara ist eines der vier Sonnenfeste im Hexenjahr, Tag und Nacht halten sich die Waage. Dies ist einer der zwei magischen Momente im Jahr, wo Licht und Dunkel in Balance sind! ...



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