Leseproben Beltane 2007 (Ausgabe 19)
- Auszüge aus den Artikeln -


Die Logik der Wiedergeburt


Wir leben in einer Welt der Polaritäten. Tag und Nacht. Aktivität und Passivität. Hell und dunkel. Schwarz und weiß. Sie verfolgen uns bis in unsere instinktivste Regung: den Atem. Ein- und Ausatmen. Wir müssen beides tun, um leben zu können. Auch wenn wir in unserer schnelllebigen Zeit die Priorität auf die Aktivität, auf unser Tag-Bewußtsein, unser Handeln legen, so geht das alles doch nicht, ohne die notwendigen Ruhezeiten einzuhalten. Ohne unsere Träume werden wir krank. Wir brauchen also auch den Zustand des Nacht-Bewußtseins, um im Gleichgewicht zu bleiben. Unser Dasein innerhalb der Materie, umgeben von Sichtbarem, vom Erleben, innerhalb der Natur zeigt uns deutlich: Materie entsteht, besteht, vergeht. Wie eine Wellenbewegung folgt der eine Pol dem anderen, es ergibt sich ein Wechselspiel zwischen den Extremen, in dessen Verlauf die Entwicklung nicht nur der individuellen Person, sondern der gesamten Menschheit - und durch ihren Einfluß auf ihre Umgebung auch ihrer Umwelt - fortschreitet. Was liegt da näher als der Gedanke, daß es auch einen Gegenpol zu dem uns bekannten Zustand Leben geben muß? Unsere Ahnen haben den Weg bereitet, auf dem wir heute schreiten. Sie haben uns genetische, aber auch moralische Merkmale mitgegeben. Eine Basis, von der aus wir heute unseren Teil der Welt bewegen, ihn prägen, manchmal sogar umgestalten. Und wir geben mit unserer Persönlichkeit diese Merkmale weiter - im positiven wie im negativen Sinne. Eine Vielzahl von Menschen orientiert sich an uns - noch nicht einmal immer mit unserem Wissen. Die von uns geschaffenen Kommunikationsplattformen machen es möglich, Tausende zu erreichen, die auf unsere Meinungen und Gedanken reagieren können.
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Reinkarnationsforschung: Belege für die Wiedergeburt?

Am 8. Februar 2007 starb Professor Ian Stevenson, Psychiater an der University of Virginia, USA. Sie wissen nicht, wer das ist? Nun gut, die meisten Menschen kennen ihn und seine Lebensleistung nicht. Ich aber denke, er hätte dafür den Nobelpreis verdient. Warum? Er hat die bisher besten, überzeugendsten empirischen Hinweise dafür zusammengetragen, daß vermutlich wir alle, genauer unsere Seelen, nicht nur einmal, sondern viele Male auf der Erde in verschiedenen Körpern wiedergeboren werden. Das schließt naturgemäß ein, daß die Seele nach dem Tod nicht stirbt.Die Frage danach, woher wir Menschen kommen und wohin wir gehen und warum wir auf der Welt sind, ist so alt wie die Menschheit. Es ist eine zentrale Frage, die zumeist von Religionen beantwortet wird. Das revolutionäre und nobelpreiswürdige an der Arbeit von Stevenson ist nun, daß er eine Methode aufgezeigt hat, wie - auf der Basis von empirischen Befunden - Antworten gefunden werden können; Befunde, die auch heute noch erhoben und immer wieder neu geprüft werden können.
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Eklektizismus - Zeitgerechter Glaube?

Hexentum, Druidentum, Schamanismus, Christentum, Buddhismus, Kabbalah, Voodoo… Diese Liste läßt sich beliebig weiterführen, die Reihe der Glaubensrichtungen und Lebensphilosophien ist endlos, und jede einzelne davon ist reichhaltig in sich selbst. Doch lassen sich diese Glaubenssysteme komplett voneinander trennen?In letzter Zeit häufen sich die Diskussionen, in welchen die Glaubensrichtungen genauestens definiert werden sollen. Dabei konzentriert man sich eher auf die Unterschiede der einzelnen Lebensphilosophien als auf deren Gemeinsamkeiten, die logischerweise diese spirituellen Richtungen miteinander verbinden. Jedes der existierenden Systeme trägt eine Ethik in sich, die sich nicht großartig von der des nächsten Glaubens unterscheidet. Der Respekt anderen Lebewesen gegenüber und die Verehrung des Lebens an sich ist jeder dieser Richtungen gemein. Doch läßt sich der einzelne Glaube wirklich in seiner Ausführung definieren?
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u.v.m.