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Leseproben von Lughnasad 2003 (Ausgabe 9)
Von der Kleinstadtkatholikin zur frechen Hexe
Ich tat also das, was ich immer tue, wenn mich ein Thema interessiert, ich marschierte in unsere örtliche Buchhandlung und verlangte ein Buch über Wicca, ich erklärte der Verkäuferin kurz, was Wicca meiner Meinung nach sein musste, und da war er, dieser „Kind-ich-mach-mir-Sorgen-um-Dich-Blick“, der auch nicht eindeutiger hätte sein können, wenn ich nach dem Buch „Atombombenbau leicht gemacht“ gefragt hätte. Jedenfalls bekam ich kein Buch. Einige Wochen später traf ich auf eine Schulkameradin, die in einem lila Buch blätterte, es hieß „Das geheime Wissen einer modernen Hexe“. Diesmal schlich ich mich in den Buchladen, machte mich selbst auf die Suche und wurde fündig. Beim Bezahlen sah ich die Verkäuferin lieber gar nicht erst an, um dem obengenannten Blick zu entgehen.
Was ist Magie?
Denn Magie ist nichts anderes als Energie, die in eine bestimmte Richtung gelenkt wird. Von vielen Menschen wird dies völlig unbewußt getan. Sie wünschen z.B. jemandem aus tiefstem Herzen, gut von einer Reise zurückzukehren, und geben rein durch diese positive Gedankenkraft dem Schicksal dieses Menschen eine positive Richtung. Die Energie, die sie mit diesem Wunsch freisetzen, wird in eine bestimmte Richtung gelenkt, die dann dafür sorgt, daß dieser Mensch wirklich unversehrt wieder heimkehrt.
Anruf(ung) genügt - hier werden Sie geholfen ...
Dass zu jedem Ritual ein Kreis gezogen wird, ist den meisten von uns ja bekannt. Er hält die positiven Energien im Kreis und die negativen davon fern. Zum Schutz des Kreises rufen wir die vier Elemente oder jeweiligen Torwächter an. So haben wir es gelernt und praktizieren es, egal unter welchen Namen wir sie anrufen. Aber haben wir uns schon einmal Gedanken darüber gemacht, ob die Elemente just in dem Moment, wenn wir sie rufen, auch wirklich Lust haben, an unserem Ritual teilzunehmen.
Das Magische Weltbild:
Das Geheimnis von Lughnasad
Schließlich stiegen die Tuatha De Danaan hinab auf die Erde, ein Reich des Chaos, um die Schönheit dort hin zu bringen. Und das taten sie: Sie erschufen eine grüne Insel im Meer mit Bergen und Hügeln und lachenden Flüssen, die von drei gewaltigen Wellen umspielt wurde. Sie erschufen Vogelgesang und Blüten und Schmetterlinge. Aber es kostete sie auch einiges: Die gottgleichen Lichtwesen mußten darben und sich verstecken. Ogma, ihr Kämpfer, trug Holz für die Fomor, Angus, der Verspielte, ewig Junge, der die Blüten erschuf, mußte umherziehen wie ein Verbannter. Sie verloren ihre überirdischen Schätze. Und Nuada, ihr König hatte nur einen verborgenen Turm, wo sie sich im Geheimen treffen mußten.
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